Vom Chaos zum Flow: Stauraum schaffen in Durchgangszimmern

Ein echtes Projekt aus der Ostschweiz: Vorher ein vernachlässigtes Aufbewahrungs-Sammelsurium, nachher ein geordneter Durchgangsraum mit Stil.

Stellen Sie sich vor: Ein Durchgangszimmer ist zum Sammelplatz für alles geworden, was keinen festen Platz hat. Kleidung stapelt sich, Sport-Utensilien quellen aus Körben, Haushaltsgeräte lungern herum – und der natürliche Fluss des Raums? Komplett blockiert. Das ist kein Einzelfall, das sehen wir in vielen Altbauten und Wohnungen mit beengten Grundrissen.

Mein aktueller Auftrag in der Region Thurgau war genau so ein Fall: Ein schmales Durchgangszimmer, das als Bindeglied zwischen Wohnbereich und Home Office diente, aber stattdessen wie ein wildes Lager wirkte. Die Herausforderung? Stauraum schaffen, ohne den Raum zu verengen oder optisch zu beschweren. Das Ergebnis: Deutlich mehr Ordnung, ein stylisches Gestaltungskonzept mit Wow-Faktor und vor allem praktischer Alltagstauglichkeit.

Hier meine 4 simplen, aber effektiven Tricks, die ich anwende – mit Vorher-Nachher-Ergebnis und Tipps, wie du das selbst umsetzen kannst:

Trick 1: Vertikal denken – Höhe als Chance nutzen

Das Problem: In Durchgangszimmern fehlt Fläche, aber Höhe bleibt oft ungenutzt.

Meine Lösung: Komfortable Wand Schränke bis zur Decke, die oben für selten genutzte Items (z. B. Saisonkleidung) sorgen und unten eine pfiffige Präsentationsfläche schaffen. Bei diesem Projekt: Eine Nische mit beleuchteter Glasvitrine für die Lieblings-Taschen der Kundin – Stauraum trifft auf persönlichen Stil.

Mehrwert-Tipp:

  • Plane 40–45 cm Tiefe, damit der Fluss erhalten bleibt.

  • LED-Lichtstreifen integrieren: Hellt den Raum auf und zeigt Inhalte wertvoll.

Ergebnis: Bis zu 3 m² zusätzlicher Stauraum, ohne den Boden zu belasten.

Trick 2: Multifunktionalität als Schlüssel

Das Problem: Jede Komponente frisst Platz – ein Stuhl hier, ein Regal da, alles konkurriert.

Meine Lösung: Eine Sitzbank mit integriertem Stauraum plus zusätzliche Hakenleisten für Jacken, Taschen und Alltagsitems. Die Bank dient als Übergangssitz (z. B. Schuhe binden). Darunter können dekorative Körbe stehen oder auch “Wechselschuhe”.

Mehrwert-Tipp:

  • Materialmix: Holzoptik für Wärme, Metallhaken für Robustheit.

  • Haken auf zwei Ebenen: Oben Jacken (10 cm Abstand), unten Schlüssel/Taschen (5 cm).

  • Selbstbau-Idee: IKEA-Hacks mit Kallax-Regal + Deckel + Sitzpolster funktionieren prima für unter 200 CHF.

  • Fehler vermeiden: Überfrachtung – max. 4–5 Haken pro Ebene, sonst wirkt’s unruhig.

Ergebnis: Ein Zwei-in-Eins-Möbel, das 50 Liter Stauraum schafft und gemütlich einlädt.

Trick 3: Offen + geschlossen kombinieren – smart sortiert

Das Problem: Offene Regale sammeln Staub, geschlossene wirken dumpf und unübersichtlich. Ein Mix aus beidem ist die Lösung.

Meine Lösung: Offene Regale für Überblick (z. B. gefaltete Handtücher, Deko), darunter Schubladen für Kleinkram. Highlight: Geräte wie Staubsauger und Bügeleisen mit direktem Ladeanschluss im Schrank – Plug-and-Play, kein Suchen mehr.

Mehrwert-Tipp:

  • Regalhöhe: Oben 30 cm (Überblick), unten 25 cm (Körbe).

  • Schubladen mit Sichttrennwänden: 10 CHF bei IKEA, retten Nerven.

  • Stromanschluss: kombinieren mit USB-C im Schrank – zukunftssicher.

  • Material: Beschichtete Dekorplatten vom Schreiner statt Massivholz spart 40% Kosten, ist jedoch genauso robust.

Trick 4: Lamellen-Design für Leichtigkeit und Stil

Das Problem: Platz zum Hängen von feuchten Kleidungsstücken oder auch Wechseljacken.

Meine Lösung: Akustisch wirksame Lamellen, die hell und transparent wirken. Kombiniert mit einer floralen Landhaus-Tapete für mehr Pfiff im Raum – der Raum atmet wieder. Diese Lösungen gibt es beim Schreiner oder in Baumärkten. Die vorgefertigten Elemente sitzen auf Filz-Trägerplatten und bringen somit den positiven Nebeneffekt von akustischer Wirksamkeit mit sich.

Mehrwert-Tipp:

  • Lackierung: Mattweiß oder Holzoptik, passend zum Gesamtstil.

  • Tapetenwahl: Vinyl mit feiner Struktur, hier ganz bewusst im Landhausstil gehalten.

  • Schreiner-Tipp: MDF statt Massivholz – leichter, günstiger, formstabil.

Ergebnis: Visuelle Leichtigkeit + Funktionalität.

Warum das funktioniert –

Stauraum schaffen in Durchgangszimmern heißt nie „alles verstecken”, sondern den Raum so nutzen, wie er ist: Schlank, vertikal, multifunktional. Mit einem Schreiner oder modularen Systemen (z.B. Ikea Pax) lassen sich diese Ideen in 4–6 Wochen umsetzen

  1. Skizziere  den Raum (Wege, Türen).

  2. Messe  Höhe, Breite, Tiefe genau.

  3. Definiere Top-5-Items (was landet wirklich hier?, wie bewahre ich das am besten auf?).

  4. Visualisiere die Schranktiefen mit Klebeband auf dem Boden.

  5. Hole  2–3 Angebote ein (Schreiner versus modulare Systeme).

Hast du ein ähnliches Durchgangszimmer? Was ist deine größte Herausforderung?

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Der Raum vorher

 

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